BZ vom 23.06.2017: Řičany wird Borkens sechste „Schwester“

Logo der Stadt ŘičanyJa zu neuer Städtepartnerschaft

BORKEN (pet). Řičany nahe der tschechischen Hauptstadt Prag wird Borkens sechste Partnerstadt. Dafür sprachen sich Vertreter aller Parteien am Mittwochabend im städtischen Hauptausschuss aus. Jürgen Niemeyer (SPD) bewertete die Entscheidung als ‚ein kleines, aber nicht unbedeutendes Zeichen der europäischen Verständigung'.

Zuvor hatten Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und CDU-Stadtrat Klaus Queckenstedt von ihrem Kurzbesuch in Řičany berichtet. Die dortigen Gastgeber seien sehr interessiert, „Europa zu leben", so Queckenstedt. „Die Begeisterung war spürbar." Binnen eines Tages war die Borkener Delegation zunächst durch Řičany (sprich: Tschitscheni) und anschließend durch Prag geführt worden. Früh morgens ging es per (Billig-)Flieger hin, spätabends wieder zurück.

Kooperationen seien insbesondere im musischen Bereich denkbar, so Queckenstedt weiter. Er ist Vorsitzender des städtischen Kulturausschusses. Interessant sei in Řičany beispielsweise die Kombination der Musikschule mit einer Kunstschule.

Wie berichtet, liegt die Verbindung zu Řičany nahe, da die Tschechen bereits mit Borkens anderen Städtefreunden verbandelt sind. Seit 30 Jahren sind Borken, Whitstable (England) und Albertslund (Dänemark) kommunale Geschwister, später kamen Mölndal (Schweden), Bolków (Polen) und als innerdeutsche Partnerin Grabow in Mecklenburg-Vorpommern dazu.
Die Liste könnte mittelfristig noch ein wenig länger werden. „Ein Kontakt zu den Niederlanden läge auf der Hand", erneuerte Kurt Kindermann (SPD) einen Vorschlag. Bürgermeisterin Schulze Hessing erklärte darauf, bereits Ausschau nach geeigneten Kandidaten zu halten.

Doch bei aller Zustimmung zur Partnerschaft mit Řičany: Der Austausch und die Begegnung mit den anderen „Geschwistern" scheint ausbaufähig zu sein. So bezuschusste die Stadt mangels Nachfrage im vergangenen Jahr keine einzige Fahrt nach Grabow. Nach Mölndal gab es allein die Fahrt zum Gothia-Cup mit 41 Teilnehmern. Spitzenreiter war traditionell Whitstable (173 Teilnehmer, verteilt auf drei Schulen und den Partnerschaftsverein Borken). In der städtischen Statistik folgen Albertslund (82) und Bolków (74). Nicht erfasst sind private Besuche.

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Quelle: Borkener Zeitung vom 23. Juni 2017

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