BZ vom 30.03.2017: Schwesterchen in Sicht

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Zu dem symbolischen Wegweiser auf dem Borkener Marktplatz könnte bald ein weiteres Schild kommen: nach Říčany. Das tschechische Städtchen liegt in der Nähe von Prag in einer idyllischen Landschaft.Říčany in Tschechien möchte offizielle Städtepartnerschaft mit Borken

BORKEN. Für Borken bahnt sich eine weitere Städtepartnerschaft an. Aus Říčany, einem tschechischen Städtchen 20 Kilometer von Prag entfernt, erreichte die Borkener Verwaltung Ende Januar der Wunsch, dass die beiden Kommunen doch offiziell miteinander kooperieren könnten. Im Rathaus hat man für das Ansinnen offene Ohren.

Seit 2013 gibt es bereits freundschaftliche Kontakte, insbesondere auf der Ebene der Musikschule. So fanden gemeinsame Konzerte statt. Auch Tischtennisspieler aus Říčany waren bereits zu Gast in Borken. Da Říčany bereits mit Borkens Partnerstädten in Whitstable, Albertslund, Mölndal, Bolkòw und Grabow verbandelt ist, wäre die Verschwisterung eine logische Konsequenz. Auch würde eine offizielle Besiegelung der Partnerschaft der Stadt Borken in diesem Jahr gut ins Programm passen, gilt es doch das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Whitstable (England) und Albertslund (Dänemark) zu feiern.

Zugleich werden die Beziehungen zu Mölndal in Schweden, Bolków (Bolkenhain) in Polen und Grabow in Mecklenburg-Vorpommern 20 Jahre alt. Das Borkener Stadtfest Anfang September sei eine gute Bühne, Freundschaft mit Říčany zu schließen, schlägt Markus Lask vor, Pressesprecher der Stadt und Beauftragter für die Städtepartnerschaften. Zugleich gelte es aber auch, die Idee der Städtepartnerschaft mit neuem Leben zu füllen und auf eine aktive europäische Bürgerschaft hinzuwirken, „die sich weltoffen zeigt, die kulturelle Vielfalt achtet und auf den gemeinsamen Werten der Europäischen Union beruht", so Lask weiter. In der kommenden Woche beschäftigt sich der städtische Kulturausschuss mit dem Thema.

Říčany ist eine Stadt mit etwa 14.500 Einwohnern, und schmiegt sich in eine bewaldete Landschaft mit sanften Hügeln. Zu den Baudenkmälern zählt die Ruine einer auf das 13. Jahrhundert zurückgehende Burg. Beliebtes Ausflusgziel ist das Freibad Jureček. Das Ambiente und der malerische Teich am Wald erweckten den Eindruck, als ob die Zeit stehengeblieben sei, heißt es in einem Selbstporträt. Im Winter dient die rund 80 Jahre alte Freizeitanlage als Eislauffläche.

Quelle: Borkener Zeitung vom 30. März 2017