BZ vom 23.06.2016: Brexit träfe auch Borken

Union Jack - die britische FlaggeMögliche Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der EU

BORKEN. Heute ist Tag der Entscheidung in Großbritannien. Nach wochenlangen harten Auseinandersetzungen stimmen die Briten darüber ab, ob sie weiter der Europäischen Union angehören. Das mögliche Ausscheiden aus der EU – kurz: Brexit – ist auch in Borkens Partnerstadt das alles überstrahlende Thema.

„Ich hoffe sehr, dass es nicht zum Brexit kommen wird", beantwortet Graham Nicholson eine BZ-Anfrage per E-Mail. Nicholson ist auf britischer Seite für den Austausch zwischen Borken und Whitstable zuständing. Von den Kampagnen der vergangenen Wochen ist Nicholson enttäuscht. Sie hätten ein wichtiges Thema trivialisiert. „In unserer Partnerschaft wissen wir wie wichtig Freunde und Nachbarn sind", so Nicholson. „Hoffentlich bleiben wir nach Donnerstag weiter Freunde und Nachbarn werden."

Dass es bei dem Referendum nicht nur um Freundschaft geht, zeigt ein Blick auf die Wirtschaft. Auch Borkener Unernehmen mit Handelsbeziehungen nach Großbritannien waren von einem Brexit betroffen. So rechnet die Weseker Firm Börger, die in Staffordshire bei Birmongham eine Niederlassung betreibt, mit Einschränkungen in drei Bereichen. Erstens würden bei einem Brexit weniger Unternehmen in Großbritannien investieren, so Geschäftsführerin Anne Börger-Olthoff. Das würde dazu führen, dass der Bedarf an Pumpen und anderen Produkten des Unernehmens sinken würde. Zweitens würden wahrscheinlich bestehende Handelserleichterungen wegfallen. Für Börger könnte das bedeuten, dass für Produkte, die über die britische Niederlassung verkauft werden, Zollgebühren bezahlt werden müssen. Und drittens werde das Hin- und Herreisen für Kunden und Mitarbeiter erschwert. Ganz klar: Anne Börger-Olthoff wüde sich über einen Verbleib in der EU freuen.

Quelle: Borkener Zeitung vom 23. Juni 2016, Bericht Markus Schönherr

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